Verlag und Bibelstudien-Vereinigung e. V.

Mitteilungen (November/Dezember 2021)

Im Alter vom 95 Jahren vollendete Schwester Katharina Stalder am 19. August 2021 nach langer Krankheit ihren irdischen Lauf. Sie fühlte sich bereits in ihrer Jugend Gottes Wort sehr verbunden; schließlich weihte sie sich mit 25 Jahren dem Herrn. Die vom Herrn empfangene Liebe und Fröhlichkeit gab sie stets großzügig weiter, und ihr Eifer für den Herrn war anspornend.

„Sorgt euch um nichts, sondern laßt in jeder Lage eure Anliegen durch Gebet und Flehen verbunden mit Danksagung vor Gott kund werden! Dann wird der Friede Gottes, der höher ist als aller Verstand, eure Herzen und euer ganzes Denken in Christus Jesus bewahren.”

Philipper 4:6 und 7

„Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht für meinen Wandel.”

Psalm 119:105

Im kommenden Jahr wollen wir uns durch die Gnade des Herrn zur Feier des Gedächtnismahles am Donnerstag, den 14. April 2022, zusammenfinden. Aufgrund der Umstellung auf die mitteleuropäische Sommerzeit empfehlen wir, die Feier abends nach 19:00 Uhr zu begehen. Weitere Informationen dazu werden wir in den kommenden Ausgaben veröffentlichen.


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Wir bitten Sie, dies bei Zuschriften zu beachten.

„Denn ihr bedürfet des Ausharrens“

„Das Ausharren aber habe ein vollkommenes Werk, auf daß ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt.”

Johannes 1:4

Es gibt im Altgriechischen zwei verschiedene Worte, die in unseren Übersetzungen mit ‚Ausharren’ wiedergegeben werden: eines davon entspricht im allgemeinen Gebrauch der Bedeutung von Geduld, wenn wir von Dingen des täglichen Lebens reden; da geht es um Ausdauer oder Duldsamkeit, um Ertragen. So wird das griechische Wort sehr häufig mit ‚Langmut’ übersetzt. Uns aber interessiert für unsere Lektion mehr das zweite Wort, das überwiegend mit ‚Ausharren’ wiedergegeben wird.

Dieses Wort hat eine viel tiefere und umfassendere Bedeutung, als sie im Wort ‚Geduld’ enthalten ist. Damit ist Beständigkeit und Treue gemeint; es steckt der Gedanke von langdauerndem Ertragen von Leid darin, das voll Hoffnung und Heiterkeit, willig und in Geduld ertragen wird. Dieser Ausdruck stellt daher einen Wesenszug dar, nicht nur einen vorübergehenden Zustand oder ein Zurückhalten von Gefühlen oder Taten. Er bezeichnet jene Entwicklung von Herz und Sinn, die ablesbar ist am Ertragen von Unrecht oder Anfechtungen, und das mit Gleichmut, ohne Auflehnung, uneingeschränkt fügsam in die göttliche Weisheit und Liebe, die, obwohl sie in der Jetztzeit üble Dinge zuläßt, verheißen hat, dies zu Gottes gegebener Zeit zu beseitigen.

Dies ist ein Auszug des Artikels. Wenn Sie mehr lesen möchten, dann können sie unsere Zeitschrift „Der Tagesanbruch“ in gedruckter und elektronischer Form im Literaturversand abonnieren.

Erkenntnis ist notwenig, um an Gnade zuzunehmen

„… da ihr nun den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Bilde dessen, der ihn erschaffen hat.”

Kolosser 3:10

Der in unserem Leittext verwendete Ausdruck „ausgezogen” legt den Gedanken von ‚auslöschen, betäuben, abgeben’ nahe. Zur Veranschaulichung nehmen wir das Parlament eines Staates her. Wenn die Regierungspartei durch eine Wahl die Mehrheit verliert, dann verstehen wir darunter nicht, daß sie die Volksvertretung verlassen muß, sondern daß die führende Partei durch eine andere Partei abgelöst wird. Diese Art Wechsel wird in verschiedener Hinsicht eine grundlegend neue politische Richtung bedeuten.

In ähnlicher Weise gibt es bei den Leibesgliedern Christi eine Veränderung, wenn jemand eine Schöpfung in Christo wird. Für viele Dinge findet eine grundlegende Veränderung statt. Der neue Wille bestimmt, was wir essen, was wir anziehen; er muß nun die Führung über alles übernehmen, nachdem wir Neue Schöpfungen geworden sind und vom Heiligen Geist gezeugt wurden, denn wir haben uns für ein neues Haupt entschieden. Der Wechsel der Lebensführung ist etwas, was unmittelbar eintritt. Es gab eine Zeit, da wir auf der anderen Seite des Lebens waren. Dann haben wir uns entschieden, auf die Seite des Herrn zu kommen und nahmen ihn als unser Haupt an. In dem Moment, in dem wir den Wechsel vollzogen, wurde der Wille des Fleisches ausgeschaltet, und der neue Wille in Kraft gesetzt. Da wurden wir eine Neue Schöpfung, doch wir waren in unserem Charakter unentwickelt.

Wenn nun eine neue Partei im Parlament die Macht übernimmt, kann sie nicht alle Angelegenheiten auf einmal regeln, sondern sie bewirkt die gewünschten Veränderungen nach und nach; und genauso ist es mit dem neuen Sinn. Schrittweise bewältigt er einen Wechsel nach dem andern, und so schreitet der Erneuerungsprozeß der Veränderungen voran. Die neue Einstellung gewinnt mehr Einfluß und bringt die Gedanken, Worte und Taten unter die Überwaltung und Führung durch den Herrn. So wie wir Gott besser kennenlernen, erkennen wir auch Seinen Willen besser. Immer deutlicher sehen wir die Dinge vom göttlichen Standpunkt aus und richten jedes Wort und jede Tat im Leben danach aus.

Dies ist ein Auszug des Artikels. Wenn Sie mehr lesen möchten, dann können sie unsere Zeitschrift „Der Tagesanbruch“ in gedruckter und elektronischer Form im Literaturversand abonnieren.

Erben und Miterben

„Der Geist selbst bezeugt [zusammen] mit unserem Geist, daß wir Kinder Gottes sind. Wenn aber Kinder so auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir wirklich mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden.”

Römer 8:16 und 17

Eines der wichtigen Merkmale in dem Plan des Schöpfers zur Wiederherstellung des gefallenen Menschengeschlechts, zum Leben und zur Versöhnung mit Ihm selbst, besteht darin, daß eine begrenzte Zahl der Menschheit mit Jesus, dem Erlöser und Heiland, zu einer Partnerschaftsgrundlage eingeladen sind, um an seiner Herrlichkeit und dem großen Werk der Austeilung der Segnungen des Lebens für die ganze Menschheit teilzuhaben. In unserem Leittext wird auf solche als „Kinder Gottes” hingewiesen, die mit Christus ein besonderes himmlisches Erbteil erlangt haben. In Vers 22 lesen wir, „daß die ganze Schöpfung zusammen seufzt und zusammen in Geburtswehen liegt bis jetzt”. Uns wird auch in dem gleichen Zusammenhang gesagt, daß die Schöpfung auf die Offenbarung der Söhne Gottes wartet. – Vers 19 Es wird durch die Offenbarung dieser Söhne Gottes geschehen, daß die verheißenen Segnungen des Lebens und der Lebensfreude die Übrigen der „seufzenden Schöpfung” erreichen werden.

Obgleich viele der Alttestamentlichen Verheißungen Gottes die zukünftige Befreiung des Menschengeschlechts von der Sünde und dem Tod betreffen, erwähnen sie nicht, daß der große Befreier und Messias andere haben würde, die mit ihm in diesem Werk verbunden sind, während andere Aussagen diese Tatsache offenbaren. Die Prophezeiung von Jesaja, Kapitel 53, ist eine von diesen Instanzen. In dieser Prophezeiung werden die Leiden und der Tod Jesu vorausgesagt mit der näheren Erklärung, daß seine Seele zu einem „Sündopfer” gemacht würde. – Vers 10 Dann wird die hohe Belohnung von Jesus durch Gott von dem Propheten beschrieben. Dieser sagt: „Darum werde ich ihm Anteil geben unter den Großen”, und er sagt, daß Jesus erhöht würde an Seiner Größe teilzuhaben – Vers 12

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