Verlag und Bibelstudien-Vereinigung e. V.

Die wahre Kirche

„Die Gemeinde der Erstgeborenen, die in den Himmeln angeschrieben sind.”

Hebräer 12:23

Dieses Thema sollte gebetsvoll und ehrlich behandelt werden, damit alle erkennen, daß es am Anfang nur eine von unserem Herrn eingerichtete Kirche gab, und daß es auch am Ende nur eine Kirche geben wird, die triumphierende Kirche in Herrlichkeit, „die Braut”, des Lammes Frau. Aus dem gleichen Grund, aus dem es viele Lehren unter den Nachfolgern Christi gegeben hat, hat es viele Kirchen gegeben, die jene Lehren darstellten.

Wir haben das wahre Evangelium mehr oder weniger verstreut in allen verschiedenen Glaubensbekenntnissen gefunden, und daß keines von ihnen das reine, unverfälschte Evangelium darstellt. So sollten wir darauf vorbereitet sein, die eine wahre Kirche Christi in den letzten zwanzig Jahrhunderten hier und dort unter den verschiedenen Konfessionen verstreut zu finden, und daß nicht eine einzige von diesen Konfessionen die wahre Kirche ist. Nicht eine einzige von ihnen kann behaupten, nur „Weizen” zu enthalten und kein „Unkraut”. Nicht eine einzige von ihnen kann den Anspruch erheben, nur Heilige und keine Heuchler zu enthalten. Es war ein Mal, daß die verschiedenen Trennungen der christlichen Kirche jede für sich beanspruchten, die eine und einzige Kirche zu sein. Aber jene Zeit ging vorbei, soweit das Volk und die Mehrheit des Klerus betroffen sind.

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„Unser tägliches Brot gib uns heute”

Da sagte der HERR zu Mose: Seht, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen. Das Volk braucht dann nur hinauszugehen und sich seinen Tagesbedarf einzusammeln. Ich will es auf die Probe stellen, ob es nach meinen Weisungen wandeln will oder nicht. Wenn sie nun am sechsten Tage das, was sie heimgebracht haben, zubereiten, dann wird es das Doppelte sein von dem, was sie sonst Tag für Tag sammeln.”

2. Mose 16:4 und 5

Wir wenden uns hier dem Studium des Alten Testaments zu, und zwar, nach dem Bericht über die Durchquerung des Roten Meeres, den Aufzeichnungen über Gottes Handeln mit Israel und den Belehrungen, die Er ihnen in der Wüste gab. Dies sollte offenbar dazu dienen, ein Volk zur staatlichen Eigenständigkeit hinzuführen, das fast 200 Jahre lang in Knechtschaft, ja geradezu in Sklaverei gelebt hatte. Die erste dieser Wüstenwanderungs-Lektionen kann als Lehre des Vertrauens bezeichnet werden. Während wir nun Israels Erfahrungen und die Leitung des Herrn in ihren Angelegenheiten betrachten, werden wir ohne Frage Lehrbeispiele finden, die für uns als geistige Israeliten hilfreich sind, die wir durch den gegenbildlichen Moses aus Ägypten – der Welt – herausgeführt werden, während wir eine „Wüste” aus Belehrungen, Prüfungen und Erprobungen hin zum himmlischen Kanaan erleben.

Drei Routen führten von Ägypten nach Kanaan, und der Herr wählte die weiteste von den dreien; Er hatte von Anfang an im Blick, daß sie geschult werden mußten. Die lange Knechtschaft hatte sie unterwürfig und schwach gemacht, arm an Selbstbewußtsein für den neuen Weg und voll Furcht, daß ihr Führer, dem sie erstaunlich vertrauten, sich doch letztlich als unfähig für ihre Befreiung erweisen würde. Welche Ähnlichkeit mit den geistigen Israeliten, als sie die Welt und ihre Prinzipien verließen! Wenn wir auch Christus, dem uneingeschränkt anerkannten Führer, vertrauen, so sind wir doch geneigt, selbst unter seiner Leitung ängstlich an unserer Fähigkeit zu zweifeln, daß wir die verheißene Errettung aus der Sünde und deren Sklaverei erreichen.

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Die Welt ist zur Buße aufgerufen

„Nachdem nun Gott die Zeiten der Unwissenheit übersehen hat, gebietet er jetzt den Menschen, daß sie alle überall Buße tun sollen, weil er einen Tag festgesetzt hat, an dem er den Erdkreis richten wird in Gerechtigkeit durch einen Mann, den er (dazu) bestimmt hat, und er hat allen dadurch den Beweis gegeben, daß er ihn auferweckt hat aus den Toten.” – Apostelgeschichte 17:30 und 31

Als Gott Vater Adam zum Tode verurteilte, sagte Er sehr passender Weise nichts über Buße, denn Er machte Adam keine Hoffnung auf ein zukünftiges Leben. Wenn nun Adam keine Hoffnung auf ein zukünftiges Leben kannte oder ihm keine Hoffnung offenbart wurde, warum sollte Gott dann überhaupt mit ihm handeln? Adam war zum Tode verurteilt worden, zur Vernichtung. Es gibt keinen Grund, einen Menschen zur Buße aufzurufen, es sei denn, daß ihm etwas als Lohn für seine Buße in Aussicht gestellt wird.

Gott hatte Sein Todesurteil über Adam verhängt, welches nur durch die Bezahlung eines Lösegeldpreises beseitigt werden konnte. Gott beabsichtigte, daß eines Tages die ganze Menschheit eine Gelegenheit bekommen sollte, durch eine weitere Prüfung oder ein weiteres Gericht zum Leben in Harmonie mit Ihm zu kommen; aber es war nicht Seine bestimmte Zeit, Seinen Plan zu erläutern. Daher lebte Adam und starb, ohne eine Aufforderung Buße zu tun. Und so verhielt es sich auch bei seinen Kindern.

Die erste Andeutung darüber, was Gott tun würde, wurde durch den Propheten Henoch gemacht. Aber die Offenbarung, die von Henoch gemacht wurde, hatte weder eine ausreichende Grundlage den Menschen Hoffnung zu geben, noch ihnen zu sagen, daß sie Buße tun sollten. – Judas 14 und 15

Eine Andeutung der Hoffnung für die Welt

So verstrichen Jahre bis zur Zeit von Abraham. Dann ließ Gott Abraham wissen, daß Er ihm ein Geheimnis offenbaren würde, weil Abraham Sein Freund war. Jenes Geheimnis war keine Botschaft, die gepredigt werden sollte, sondern eine Verheißung, an die von ihm selbst und von denen, die Erben jener Verheißung werden sollten, geglaubt werden sollte, die aber noch nicht anwendbar war auf irgend jemanden außerhalb der Nachkommen Abrahams. Das Geheimnis war, „In dir und in deinem Samen sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde.” – 1. Mose 28:14 Ich beabsichtige, die Welt zu segnen, Abraham. Wenn du gegenüber meinen Anordnungen gehorsam bist, so wird dein Same die Segnung bekommen und diese der Welt im allgemeinen übermitteln. Es geschah daher nur durch Schlußfolgerung, daß Abraham irgendeine Eingebung hatte, daß ein Leben der Buße belohnt werden würde.

Zur bestimmten Zeit berief Gott die Kinder Israel und handelte mit ihnen durch Mose. Praktisch sagte Er: „Wünscht ihr mein Volk zu sein? Wenn dem so ist, so kommt jetzt, tretet in einen Bund mit mir ein, und Ich will euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein.” – 3. Mose 26:12

Es wurde Israel nicht befohlen Buße zu tun, noch irgend jemandem der übrigen Menschen der Welt. Es war eine Einladung und nicht ein Befehl. Gott war bereit, einen Bund mit ihnen zu schließen. Dieser Bund bestand darin, daß sie dem Gesetz gehorchen sollten, und daß durch ihren Gehorsam gegenüber den zehn Geboten und dem Geist ihres Bundes, sie Gottes Volk werden würden. Aber als sie das Gesetz zu halten versuchten, fanden sie , daß es unmöglich war, dies zu tun, wegen ihrer ererbten Schwachheit. Daher gab es entlang dieser Richtlinie nichts mehr zu ihnen zu sagen. Sie hatten ihre Gelegenheit und waren fehlgegangen.

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Passende und unpassende Beurteilung von Geschwistern

„Einer ist Gesetzgeber und Richter, der zu retten und zu verderben vermag.” – Jakobus 4:12

In diesem Brief spricht Jakobus über das, was sich in der Kirche gezeigt hatte, daß einigen ohne ersichtlichen Grund nicht die gleiche hohe Ehre erwiesen wurde wie anderen. Dies wird besonders im zweiten Kapitel angesprochen. Einigen, die reich und einflußreich waren, wurden die hervorragendsten Sitze in ihren Versammlungen angewiesen, und sie wurden mit großer Ehrerbietung und Respekt behandelt. Anderen, die arm und demütig waren, wurden gewöhnliche Plätze gegeben, und sie wurden mit weniger Höflichkeit behandelt, als ob sie minderwertig wären. Die Geschwister wurden in einer Weise beurteilt, die im Gegensatz zu den Anordnungen des Herrn war. Der Apostel weist auf die Sünde hin, andere zu richten und daß man vom Standpunkt des Charakters den Menschen Respekt erweisen sollte. Er erklärt, daß wie es nur einen Gesetzgeber gibt, Jahwe, es auch nur einen großen Wertmaßstab gibt. Er, muß als derjenige, der den Wertmaßstab des Gesetzes festgelegt hat, der Ausführer Seines eigenen Gesetzes sein, obgleich Er verschiedene Repräsentanten dazu ernennen mag. Seine besonderen Repräsentanten sollen Christus und die mit ihm in der Herrlichkeit verbundene Kirche als Richter sein. Aber sie werden nach dem Wertmaßstab richten, der von dem großen Gesetzgeber gegeben wird, und es wird kein anderes Gesetz im Wettstreit damit zugelassen.

Da dies der Fall ist, und es eine Anordnung gibt, durch die wir als Gottes Kinder angenommen werden, wer ist derjenige, der es zu sagen unternimmt, was für ein Maß göttlicher Gunst oder Ungunst ein jeder in dieser Klasse bekommen mag? Wer kann sagen, wer im Zweiten Tod vernichtet werden wird und wer zum Leben errettet wird? Gott handelt mit einem jedem von uns persönlich, welche in Seine Familie angenommen worden sind. Daher ist die Tatsache, daß jemand so angenommen worden ist, ein Beweis, daß Gott in jener Person etwas erkannt hat, das Ihm gefallen hat. Wenn nun Er, der Gesetzgeber, bei einem etwas erkannt hat, das begünstigt einen solchen zu erwählen und ihn mit Seinem Heiligen Geist zu salben, welches Recht hat dann sonst jemand, denjenigen zu verdammen, den Gott für tauglich erkannt hat?

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