Verlag und Bibelstudien-Vereinigung e. V.

Lobt Ihn wegen Seiner Machttaten

Und Gott sprach: „Es werde..! Und es ward…!”

Mit dieser direkten Forderung beginnt der Schöpfungsbericht, der über die Machttaten Gottes Zeugnis ablegt. Es sind machtvolle Worte – nichts kann sich dieser unbegrenzten Macht entziehen, alles muß sich so formen und gestalten, wie der Schöpfergott es in Seiner Weisheit vorgesehen hat.

Der Prophet Jesaja sagt über die Schöpfung und den Schöpfer: „Hebt zur Höhe eure Augen (empor) und seht: Wer hat diese (da) geschaffen? Er, der ihr Heer hervortreten läßt nach der Zahl, ruft sie alle mit Namen: Vor ihm reich an Macht und stark an Kraft, fehlt kein einziger.” – Jesaja 40:26

Und David stellt ebenso fest: „Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes und die Ausdehnung seiner Hände Werk.” – Das unendliche Weltall mit Myriaden von Sternen – jede eine Welt für sich – spricht von Gottes unbegrenzter Macht und Herrlichkeit. Der unendliche Raum, der sich immer weiter ausdehnt, die unzählbare Zahl der Welten, die sich im All nach bestimmten Gesetzen von Raum und Zeit bewegen, all dies ist wunderbar, doch unfaßbar für den begrenzten menschlichen Verstand. Sie alle zeigen die unbegreifliche Allmacht und Weisheit des Schöpfers aller Dinge.

Aber es sind nicht nur die Himmel allein, die von der unendlichen Weisheit und Macht Gottes berichten, es sind auch die irdischen Werke des Schöpfers, wie jede Blume, jeder Baum, jedes Lebewesen und nicht zuletzt der Mensch, der nach dem Bilde Gottes geschaffen wurde.

Der Apostel Paulus sagt von dem Allmächtigen Ewigen Gott: „Denn das Unsichtbare von ihm, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, die von Erschaffung der Welt an in dem Gemachten wahrgenommen werden, wird geschaut.” – Römer 1:20

In fünf Schöpfungstagen oder Epochen bereitete Gott die Erde zur Wohnstätte des Menschen zu. Dann erschuf Er den Menschen am sechsten Tag aus dem Staub der Erde als ein vollkommenes Wesen mit einem vollkommenen Verstand. Gott erweckte die tote Materie durch Seine Macht zum Leben, indem Er ihr den Odem des Lebens einhauchte. Es steht geschrieben, daß die Söhne Gottes vor Freude jauchzten, als Gott Sein Schöpfungswerk vollendete.

„Ich preise dich darüber”, sagt David in den Psalmen, „daß ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt es sehr wohl.” – Psalm 139:14

Nach dem Bilde Gottes erschaffen, war der Mensch imstande, die Liebe und Weisheit, Gerechtigkeit und Macht Seines Schöpfers zu erkennen und wertzuschätzen, und Ihm die gebührende Ehre und Anbetung darzubringen. Ja, es steht geschrieben, daß „die Morgensterne miteinander jubelten und alle Söhne Gottes jauchzten”, als sie Jahwes Schöpfungswerk mitansahen. – Hiob 38:7

Einer der Söhne Gottes erwies sich jedoch als ein Machträuber. Er wollte zum Himmel hinaufsteigen und hoch über die Sterne seinen eigenen Thron erheben und sich Gott gleich machen und auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden niedersetzen, um selbst angebetet zu werden. Mit List und Lüge gelang es ihm, den ersten Menschen Adam zu täuschen und zu verführen und gegen Gottes Gebot zu handeln. Mit der Sünde Adams kam als der Sünde Sold der Todesfluch in die Welt, und er ist durch Adam auf alle seine Nachkommen übergegangen.

Wurde Gottes Allmacht durch eines Seiner Geschöpfe infrage gestellt? Konnte Seine voraussehende Weisheit und Seine Macht alle Dinge allein zu bestimmen und auszuführen nun angeweifelt werden? Ganz sicherlich nicht! Der Ewige hatte zu jeder Zeit die Macht zur Verfügung, den Widersacher und die durch ihn Verführten zu vernichten. Es stand dies in Seiner Macht, aber wäre es geschehen, so hätte sich nicht Sein wundervoller Plan zur Errettung des Menschen entfalten können, den Er in Seinem Vorauswissen schon vor Eintritt der Sünde bereitgestellt hatte.

Gottes heiliger Name ist untrennbar mit Seinem Charakter verbunden. Seine Weisheit, Liebe, Gerechtigkeit und Macht wären nicht in einem so überwältigenden Maße zu einem Schauspiel vor Engeln und Menschen offenbar geworden. Die Heilige Schrift spricht zu dem Pharao von Ägypten, der ein Abbild des Bösen, des Satans, ist: „Eben hierzu habe ich dich erweckt, damit ich meine Macht an die erzeige, und damit mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde.” – Römer 9:17

Gott erwählte aus allen Völkern der Erde das geringe Volk der Israeliten als ein Volk zum Besitztum – ein Volk für Seinen heiligen Namen. Unter großen Wundern bewirkte der Ewige ihren Auszug aus der Knechtschaft Ägyptens und machte einen Bund mit ihnen, den Gesetzesbund. Israel konnte die Forderungen dieses zweiseitigen Bundes nicht erfüllen und wurde wortbrüchig und untreu, und der Ewige entzog ihnen Seine Gunst.

Es schien, daß Gottes Plan, ein Volk aus dem Menschengeschlecht zur Verherrlichung Seines heiligen Namens zu erwecken, fehlgeschlagen war. Aber in Wirklichkeit war Gott auch diese Entwicklung schon im Voraus bekannt und konnte kein Hindernis sein, daß letztlich Sein heiliger Name verherrlicht und auf der ganzen Erde verkündigt würde.

Als nächstes sandte Gott Seinen geliebten Sohn als Erretter zu Seinem Auserwählten Volk. Aber sie erkannten in dem sanftmütigen und demütigen Messias nicht den von Gott für sie vorgesehenen Heiland. Als sie ihn als ihren Messias und König ablehnten und zum Tod am Kreuz überlieferten, erwiesen sie sich des großen Vorrechts, ein Volk zum Besitztum und zur Verherrlichung des göttlichen Namens zu sein, als unwürdig. Mit ihrer Ablehnung des Messias erfüllte sich jedoch, was schon durch Jesaja viele Jahrhunderte zuvor prophezeit worden war: „Es ist zu wenig, daß du mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten Israels zurückzubringen. So mache ich dich (auch) zum Licht der Nationen, (daß) mein Heil reiche bis an das Ende der Erde.” – Jesaja 49:6

Mit dem freiwilligen Opfertod unseres Herrn wurde das Lösegeld für Adam erbracht, das vollkommenene und unschuldige Leben Jesu im Austausch für das durch die Sünde verwirkte Leben Adams. Durch seine Auferstehung aus den Toten wurde der Beweis gegeben und bezeugt, daß der Himmlische Vater das Erlösungsopfer Seines Sohnes angenommen und für vollkommen erklärt hatte. Die Gerechtigkeit Gottes – Leben um Leben – wurde befriedigt und der Adamische Tod besiegt. „Wo ist o Tod dein Stachel? Wo ist o Tod dein Sieg?”

Der Adamische Tod, als Folge der Sünde, war das große Hindernis, daß der Widersacher ins Spiel brachte, um, wie er glaubte, den Menschen für ewig von der Anbetung Gottes zu trennen. Gottes Lobpreis durch den Menschen schien durch sein Todesurteil wirksam unterbunden zu sein.

Wir lesen in den Psalmen: „Im Scheol wer wird dich preisen?” und „Die Toten werden Jahwe nicht loben.” – Psalm 6:5 und 115:17

Und wie es allein in der Allmacht Gottes lag, den Menschen aus dem Staub des Erdbodens zu gestalten und seinem Körper Leben einzuhauchen, so daß er eine lebendige Seele wurde, so wird es auch in der Auferstehung der Toten sein, daß die Menschen aus dem Todesschlaf erwachen und durch Seine Allmacht erneut zum Leben hervorkommen werden.

Dies ist das größte Zeugnis der Göttlichen Macht, daß der Ewige Seinen weisen Plan, den Er vor Grundlegung der Welt gemacht hatte, niemals änderte und bis auf den heutigen Tag ausführt. Nichts kann diesen Plan ändern oder verhindern, weder der Widersacher Gottes, noch die Sünde, die in die Welt kam, noch der Tod, als der Sünde Sold. Gottes Vorsatz – Sein Plan – erfüllt sich immer zu der von Ihm festgelegten Zeit – nicht früher und nicht später.

Dies bedeutet absolute Macht, die Macht Gottes, daß Er den Widersacher gewähren ließ seine Macht, die in List und Täuschung besteht, ungehindert auszuüben, und der dabei doch nichts anderes tun konnte, als die Absichten Gottes auszuführen, die Seinem von Ewigkeit bestehenden Plan entsprechen. – Psalm 76:11 Wie ein großer Schachspieler dazu in der Lage ist, die Züge seines Gegenspielers so zu kontrollieren und zu beeinflussen, daß diese seinen Plänen entgegenkommen, so hat Gott den Widersacher scheinbar gewähren lassen sein Spiel zu spielen, wie Er dem Pharao von Ägypten (ein Bild des Satan) dies mit den folgenden Worten zu verstehen gibt: „Denn (schon) jetzt hätte ich meine Hand ausstrecken und dich und dein Volk mit der Pest schlagen können, so daß du von der Erde ausgetilgt wärst. Aber eben deshalb habe ich dich bestehen lassen, um dir meine Macht zu zeigen, und damit man auf der Erde meinen Namen verkündigt.” – 2. Mose 9:15 und 16

Dem Menschen, der durch Gottes Kraft aus dem Staub des Erdbodens gebildet wurde, wird in diesem Evangelium-Zeitalter, wenn er sich weiht und eine Neue Schöpfung wird, die höchste Herrlichkeit im Universum angeboten, die göttliche Existenz, Unsterblichkeit.

Derjenige, der den Bund beim Opfer schließt und seine Treue gegenüber dem Herrn und diesem Bund bis in den Tod bewahrt, ist in Aussicht gestellt, mit Christus an dem gewaltigen Werk der Wiederherstellung des Menschen teilzuhaben, und die willigen Menschen dann zur Harmonie mit Gott und zur Verherrlichung Seines Heiligen Namens zurückzuführen.

Wahrhaftig können wir mit dem Psalmisten voller Bewunderung ausrufen: „Groß ist unser Herr und reich an Macht. Seine Einsicht ist ohne Maß!” – Psalm 147:5

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