Verlag und Bibelstudien-Vereinigung e. V.

Eine Säule im Tempel Gottes

„Wer überwindet den werde ich im Tempel meines Gottes zu einer Säule machen, und er wird nie mehr hinausgehen; und ich werde auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das aus dem Himmel herabkommt von meinem Gott, und meinen neuen Namen.” – Offenbarung 3:12

Viele kostbare Verheißungen, die sich an die Nachfolger des Meisters wenden, werden in der Offenbarung Jesu Christi an den Apostel Johannes gerichtet. Die Botschaften an die sieben Engel der sieben Kirchen enthalten jede im besonderen eine Verheißung an die treuen Überwinder, die auf die Einladung antworten, während dieses Evangelium-Zeitalters den Fußstapfen Jesu zu folgen. Die Verheißung, die in den Worten unseres Leittextes enthalten ist, ist, ein Säule in dem Tempel Gottes zu werden. In der Betrachtung, was das Wort Gottes über Säulen zu berichten hat, ist es angebracht, ihre Bedeutung und auch ihr Verhältnis hinsichtlich des geweihten Kindes Gottes zu sehen.

Säulen, die von Jakob aufgerichtet wurden

Eines der frühesten Beispiele der Gebrauchs von Säulen ist mit Jakobs Vision von der Leiter verbunden, mit den Engeln Gottes, die auf ihr auf-, und abstiegen. Zu jener Zeit bestätigte Gott erneut den Abrahamischen Bund, und auch Jakob selbst trat in den Bund mit Gott ein. Im Gedenken daran errichtete Jakob eine Säule als eine Erinnerung an das Ereignis, als er, als er schlief und die Vision bekommen hatte, einen Stein zur Kopfstütze machte. „Da erwachte Jakob aus seinem Schlaf und sagte: Fürwahr, der HERR ist an dieser Stätte, und ich habe es nicht erkannt! Und er fürchtete sich und sagte: Wie furchtbar ist diese Stätte! Dies ist nichts anderes als das Haus Gottes, und dies die Pforte des Himmels. Und Jakob stand früh am Morgen auf und nahm den Stein, den er an sein Kopfende gelegt hatte, und er stellte ihn auf als Gedenkstein und goß Öl auf seine Spitze. Und er gab dieser Stätte den Namen Bethel. Im Anfang war jedoch Lus der Name der Stadt. Und Jakob legte ein Gelübde ab und sagte: Wenn Gott mit mir ist und mich behütet auf dem Weg, den ich gehe, und mir Brot zu essen und Kleidung anzuziehen gibt, dann soll der HERR mein Gott sein. Und dieser Stein, den ich als Gedenkstein aufgestellt habe, soll ein Haus Gottes werden; und alles, was du mir geben wirst, werde ich dir treu verzehnten.” – 1. Mose 28:16 – 22 In dieser Schriftstelle zeigt das Wort Säule etwas an, das feststehend oder aufgerichtet ist – ein Denkmal oder ein Gedenkstein. Hier sehen wir, daß die Säule von Jakob aufgerichtet wurde, um an die Vereinbarung zwischen Gott und ihm zu gedenken oder zu erinnern, als auch „Gottes Haus” anzuzeigen, der Ort, an dem der Abrahamische Bund erneuert wurde.

Daß der Gebrauch einer Säule für solch einen Zweck angemessen war, wurde später durch Gott bestätigt, als Er wiederum Jakob erschien und sich selbst als der Gott von Bethel zu erkennen gab. „Ich bin der Gott von Bethel, wo du einen Gedenkstein gesalbt, wo du mir ein Gelübde abgelegt hast. Mache dich jetzt auf, zieh aus diesem Land und kehre zurück in das Land deiner Verwandtschaft.” – 1. Mose 31:13 Indem Gott sich selbst so identifizierte, bestätigte Er den Gedenkstein und wies Jakob an, zu seinem Haus zurückzukehren, in das Land, das er zur Förderung des Planes Gottes für Ihn verlassen hatte.

In Befolgung der Anordnung Gottes verließ Jakob mit seiner Familie und seinen Besitztümern Haran, um nach Kanaan zurückzukehren. Es wird während dieser Reise über eine weitere Verwendung eines Steines berichtet, der zu einem Übereinkommen des Friedens diente, das zwischen Jakob und Laban getroffen wurde. Laban war sehr verärgert, als er entdeckte, daß Jakob und seine Familie entflohen waren. Er verfolgte sie im Zorn, und es geschah nur durch das direkte Einschreiten des Herrn, daß Laban der friedlichen Abreise von Jakob und seiner Familie mit ihrem Besitz zustimmte. „Und nun komm, laß uns einen Bund schließen, ich und du, der sei zum Zeugnis zwischen mir und dir! Da nahm Jakob einen Stein und richtete ihn als Gedenkstein auf. Und Jakob sagte zu seinen Brüdern: Sammelt Steine! Da nahmen sie Steine und machten (daraus) einen Haufen … Und Laban sagte zu Jakob: Siehe, dieser Haufen, und siehe, der Gedenkstein, den ich errichtet habe zwischen mir und dir, dieser Haufen sei Zeuge und der Gedenkstein ein Zeugnis, daß ich nicht über diesen Haufen zu dir hinausgehe und daß du über diesen Haufen und diesen Gedenkstein nicht zu mir hinausgehst zum Bösen.” – 1. Mose 31:44 – 46, 51 und 52

Später in Jakobs Leben, als er im Land Kanaan wohnte, errichtete er Gott, der Jakob ein weiteres Mal erschien, einen Altar. „Und Gott sprach zu ihm: Dein Name ist Jakob. Dein Name soll nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel soll dein Name sein! So gab er ihm den Namen Israel. Und Gott sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige, sei fruchtbar und mehre dich; eine Nation und eine Schar von Nationen soll aus dir entstehen, und Könige sollen aus deinen Lenden hervorkommen! Und das Land, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, dir will ich es geben, und deinen Nachkommen nach dir will ich das Land geben. Und Gott fuhr von ihm auf an dem Ort, an dem er mit ihm geredet hatte. Und Jakob richtete einen Gedenkstein auf an dem Ort, an dem er mit ihm geredet hatte, ein Denkmal aus Stein, und spendete darauf ein Trankopfer und goß Öl darauf. Und Jakob gab dem Ort, wo Gott zu ihm geredet hatte, den Namen Bethel.” – 1. Mose 35:10 – 15

Bei all diesen Begebenheiten liegt die Bedeutung einer Säule darin, an ein Gelübde zu erinnern oder ein Übereinkommen zu bestätigen. Die erste Verwendung einer Steinsäule bestand darin, das Errichten zu bestätigen oder die Vollendung eines besonderen Verhältnisses zu Gott und der Fortsetzung der Gemeinschaft mit Ihm durch denjenigen, der eine solche Gemeinschaft mit Ihm hatte.

Säulen von Feuer und eine Wolkensäule

Wir finden in vielen Alttestamentlichen Schriftstellen der Bibel einen weiteren Gebrauch der Säule angezeigt, die den Auszug der Israeliten aus Ägypten und ihre Jahre der Wanderung in der Wüste beschreibend begleitet. Diese Säule hatte die Gestalt einer Wolke am Tage und des Feuers bei Nacht. Die Bedeutung des Wortes Säule ist einfach die eines aufrechtstehenden Steinmals, aber ihre Anwendung in den Schriften geschieht in dem ganz besonderen Sinn, daß die Gegenwart Gottes angezeigt wird. Als die Israeliten aus Ägypten hinausgingen, zeigte diese Säule ihnen den Verlauf ihrer Wanderung, indem sie die Richtung angab. „Der HERR aber zog vor ihnen her, bei Tag in einer Wolkensäule, um sie auf dem Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern könnten. Weder wich die Wolkensäule vor dem Volk bei Tag noch die Feuersäule bei Nacht.” – 2. Mose 13:21 und 22

Nachdem die Israeliten Ägypten verließen, wurde das Herz des Pharao verhärtet, und er verfolgte sie mit seinem Heer. Als seine Streitmacht sich ihrem Lagerplatz näherte, diente diese gleiche Wolken- und Feuersäule als eine Schutzwand für die Israeliten gegen die Ägypter. „Und der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, brach auf und trat hinter sie; und die Wolkensäule vor ihnen brach auf und stellte sich hinter sie. So kam sie zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels; und sie wurde (dort) Gewölk und Finsternis und erleuchtete (hier) die Nacht, so kam jenes (Heer) diesem die ganze Nacht nicht näher.” – 2. Mose 14:19 und 20 Die wunderbare Wolke und das Feuer kennzeichneten die Gegenwart Gottes nicht nur für die Israeliten, sondern auch gegenüber den anderen Nationen, besonders den Ägyptern. Mose bezeugte dies gegenüber Gott, indem er sagte: „Sie (die Ägypter) haben gehört, daß du, HERR, in der Mitte dieses Vokes bist, daß du, HERR, Auge in Auge dich sehen läßt und daß deine Wolke über ihnen steht und du in einer Wolkensäule vor ihnen hergehst bei Tag und in einer Feuersäule bei Nacht.” – 4. Mose 14:14

Während der 40 Jahre in der Wüste ging diese Säule mit den Israeliten. Sie stand über der Stiftshütte, wenn sie im Lager waren, und sie führte sie in eine andere Gegend, wenn Gott es für angemessen hielt, in der von Ihm festbestimmter Zeit weiterzuziehen. „Und der HERR erschien im Zelt, in der Wolkensäule, und die Wolkensäule stand über dem Eingang des Zeltes.” – 5. Mose 31:15 „In deinem großen Erbarmen hast du sie doch nicht in der Wüste verlassen. Die Wolkensäule wich nicht von ihnen bei Tag, um sie auf dem Weg zu leiten, noch die Feuersäule bei Nacht, um ihnen den Weg zu erleuchten, auf dem sie ziehen sollten.” – Nehemia 9:19 Der herrliche Glanz der Wolke und des Feuers stellten die Gegenwart Gottes bei den Israeliten unter Beweis. Diese Säulen dienten als eine ständige Erinnerung daran, daß Er mit ihnen handelte, und daß es Sein Wunsch war, die Verheißungen, die Er ihnen gemacht hatte, zu erfüllen.

Die Säulen des Salomonischen Tempels

Eine mehr traditionelle Verwendung von Säulen, die in der Bibel erwähnt werden, finden wir bei der Errichtung von Bauwerken, besonders bei der Erstellung des Tempels von Salomo. Sie wurden gebraucht, um das Dach und verschiedene Vorsprünge zu stützen und dienten sogar dazu, das Gewicht von Mauern zu tragen. Von größerem Interesse sind jedoch zwei Säulen, deren Standort an der Vorhalle des Tempels war. Diese hatten keine Verwendung bei der Konstruktion des Tempels gefunden, sondern schienen ein symbolische Bedeutung zu haben, die auf die Entfaltung von Gottes Plan der Zeitalter hinwies. „Und er formte die beiden Säulen aus Bronze: achtzehn Ellen (betrug) die Höhe der einen Säule, und ein Faden von zwölf Ellen umspannte sie … Und er stellte die Säulen an der Vorhalle des Tempelraums auf. Er stellte die rechte Säule auf und gab ihr den Namen Jachin, und er stellte die linke Säule auf und gab ihr den Namen Boas. Und oben auf den Säulen war Lilienarbeit. So wurde das Werk der Säulen vollendet.” – 1. Könige 7:15, 21 und 22

Die Namen dieser zwei Säulen waren von Bedeutung. Jachin bedeutet „er wird sicher hinstellen”, und Boas bedeutet „in ihm ist Stärke”. Wenn diese zwei Ausdrücke miteinander vereint werden, bringen sie die Verheißung Gottes betreffs der Beständigkeit und Stärke des Königreichs ins Gedächtnis, das durch den Samen Davids aufgerichtet werden sollte. „Wenn deine Tage erfüllt sind und du dich zu deinen Vätern gelegt hast, dann werde ich deinen Nachkommen, der aus deinem Leibe kommt, nach dir aufstehen lassen und werde sein Königtum festigen. Der wird meinem Namen ein Haus bauen. Und ich werde den Thron seines Königtums festigen für ewig … Aber meine Gnade soll nicht von ihm weichen, wie ich sie von Saul habe weichen lassen, den ich vor dir weggetan habe. Dein Haus aber und dein Königtum sollen vor dir Bestand haben für ewig, dein Thron soll feststehen für ewig.” – 2. Samuel 7:12, 13, 15 und 16

Die prophetische Bedeutung

Der Plan Gottes und die Erfahrung von Israels Königreich, das Salomo folgte, bestätigen, daß diese Verheißung von Gott gegenüber David zu jener Zeit nicht erfüllt wurde. Es ist in Wirklichkeit eine Prophezeiung des zukünftigen Königreichs Christi, das im Messianischen Zeitalter als ein Resultat des Erlösungswerkes Jesu aufgerichtet werden soll, der als ein Nachkomme und Erbe des Thrones David kam. Zu jener Zeit werden diejenigen mit ihm verbunden sein, die während dieses Evangelium-Zeitalters auf die Einladung geantwortet haben, Jesus zu folgen, und die „ihre Leiber als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer darstellen, was ihr vernünftiger Gottesdienst ist. Und nicht gleichförmig dieser Welt sind, sondern verwandelt werden durch die Erneuerung des Sinnes, daß sie prüfen mögen, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.” – Römer 12:1 und 2

Als Petrus den Meister fragte, was sie, die seinen Fußstapfen folgten, bekommen würden, antwortete Jesus. „Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auch ihr werdet in der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen auf seinem Thron der Herrlichkeit sitzen wird, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. Und ein jeder, der Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Äcker um meines Namens willen verlassen hat, wird hundertfach empfangen und ewiges Leben erben.” – Matthäus 19:28 und 29 Unser verherrlichter Herr sagte auch: „Wer überwindet, dem werde ich geben mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.” – Offenbarung 3:21 Die zwei Säulen, die an der Vorhalle des vorbildlichen Salomonischen Tempels aufgerichtet für alle zu sehen waren, waren somit ein prophetisches Zeugnis und ein Zeugnis der Verheißung Gottes gegenüber Abraham und der Bestätigung gegenüber Isaak und Jakob für die schließliche Segnung aller Geschlechter der Erde. – 1. Mose 12:3, 22:15 – 18; 26:4 und 5, 28:14 Diese Verheißung wird durch Jesus und seine treuen Fußstapfennachfolger erfüllt werden in dem Königreich, für das wir beten, „Dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden.” – Matthäus 6:10

Der Prophet Jesaja verkündete Gottes Wort im Hinblick auf jenes Königreich, indem er die Stärke und Gerechtigkeit der Herrschaft beschreibt, die schließlich auf der Erde als ein Resultat der Geburt und des Werkes des Messias aufgerichtet wird. „Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens. Groß ist die Herrschaft und der Friede wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und über sein Königreich, es zu befestigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des HERRN der Heerschren wird dies tun.” – Jesaja 9:5, 6 und 9 In der Erfüllung der Verheißung gegenüber David wird dieses Königreich der Welt ewigen Frieden bringen. Dies ist sicher, weil der „Eifer des HERRN der Heerscharen” dies ausführen wird. Auch Sacharja spricht von diesem Königreich und sagt uns, daß der Tempel des Herrn, die wahre Kirche, von Jesus gebaut werden wird. „So spricht der HERR der Heerscharen: Siehe, ein Mann, Sproß ist sein Name! Und es wird unter ihm sprossen, und er wird den Tempel des HERRN bauen … Ja, er wird den Tempel des HERRN bauen, und er wird Hoheit tragen und wird auf seinem Thron sitzen und herrschen.” – Sacharja 6:12 und 13

Säulen eines geistigen Hauses

Die Prophezeiungen von Jesaja 4:2, 11:1 – 10 und Jeremia 23:5 und 6 zeigen den verheißenen Messias, Jesus, als einen Sproß. Während dieses Evangelium-Zeitalters baut er einen geistigen Tempel, der durch Paulus als ein Haus von Söhnen bezeichnet wird: „Christus aber als Sohn über sein Haus. Sein Haus sind wir, wenn wir die Freimütigkeit und den Ruhm der Hoffnung bis zum Ende standhaft festhalten.” – Hebräer 3:6 Auch der Apostel Petrus beschreibt die Entwicklung des geistigen Hauses. „Laßt euch auch selbst als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, ein heiliges Priestertum, um geistliche Schlachtopfer darzubringen, Gott wohlannehmbar durch Jesus Christus.” – 1. Petrus 2:5 Es ist diese besonders auerwählte Klasse – die diejenigen zeigt, die auf die Einladung geantwortet haben, im Wettlauf nach dem Ziel des Preises der Hohen Berufung in Christus Jesus zu laufen, und die vom Heiligen Geist gezeugt sind – mächtige Säulen in dem Tempel Gottes zu werden. Ein jeder, der treu bis in den Tod ist, wird das Vorrecht besitzen mit Jesus an dem Werk der Segnung aller Geschlechter der Erde teilzuhaben, wenn die Herrlichkeit Gottes den wahren Tempel erfüllt und Sein Geist ausgegossen wird auf der ganzen Erde.

Für die Gegenwart – bis der geistige Tempel vollendet ist – werden diejenigen, die auf den Ruf des Evangelium-Zeitalters geantwortet haben, als einzelne Steine oder Säulen aufgebaut. „So seid ihr nun nicht mehr Fremde und Nichtbürger, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen – (Ihr seid) aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, wobei Christus Jesus selbst der Eckstein ist. In ihm zusammengefügt, wächst der ganze Bau zu einem heiligen Tempel im Herrn, und in ihm werdet auch ihr mitaufgebaut zu einer Behausung Gottes im Geist.” – Epheser 2:19 – 22 Als Paulus an die Korinther schrieb, fügte er hinzu, „Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?” – 1. Korinther 3:16

Die Apostel waren Säulen

Die Schriften sagen uns, daß diese gleichen Apostel, die einen Bericht in dem inspirierten Wort Gottes hinterließen, selbst als Säulen angesehen wurden. Wie wir heute über einige denken, die treue Diener Gottes gewesen sind, die zu großer Unterstützung für andere gewesen sind, die mit ihnen verbunden waren, so beschrieb Paulus einige der Apostel in seiner Zeit. „Und als sie die Gnade erkannten, die mir gegeben worden ist, gaben Jakobus und Kephas und Johannes, die als Säulen angesehen werden, mir und Barnabas den Handschlag der Gemeinschaft, damit wir unter die Nationen (gingen), sie aber unter die Beschnittenen (Juden).” – Galater 2:9 Jene, die „als Säulen angesehen wurden”, waren solche, von denen gedacht und angenommen wurde, daß sie stark in der Wahrheit wären und den Ruf hatten, und daß sie von Gott bei dem Predigen der gesunden Lehre und der Verkündigung Seines verheißenen Königreichs benutzt würden.

Es ist ein gutes Werk den Wunsch zu haben, eine Säule zu sein, jetzt von Jesus geformt und gegenüber seinem Willen für treu und gehorsam angesehen zu werden, um dann von dem Himmlischen Vater bei Seinem Plan, alle Geschlechter der Erde zu segnen, gebraucht zu werden. Gott hat die treuen Nachfolger Christi ausfindig gemacht, die während des gegenwärtigen Zeitalters aus der Menschheit herausgerufen werden, als die Säulen, auf die Er die neue Erde bauen wird. „Der Herr macht arm und macht reich; er erniedrigt und erhöht. Er hebt den Geringen aus dem Staub empor, aus dem Schmutz erhöht er den Armen, um ihn unter die Edlen zu setzen; und den Thron der Ehre läßt er sie erben. Denn dem HERRN gehören die Säulen der Erde; und auf sie hat er den Erdkreis gestellt.” – 1. Samuel 2:7 und 8 Gott hat beabsichtigt und bestimmt, daß dies ausgeführt werden soll. „So wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird bewirken, was mir gefällt, und ausführen, wozu ich es gesandt habe.” – Jesaja 55:11

Unser Bemühen eine Säule zu sein

Wenn wir danach streben, eine geistige Säule in unserem täglichen Leben zu sein, bemühen wir uns in Wirklichkeit den „Christi Sinn” zu entwickeln, denn er ist der Haupteckstein des Tempels, auf den wir aufgebaut werden sollen. Sich seiner Einstellung erinnernd, werden wir an die Wichtigkeit gemahnt, daß „alles, was deine Hand zu tun findet, das tue in deiner Kraft”, und „tut alles zur Ehre Gottes”. – Prediger 9:10 und 1. Korinther 10:31 Dies waren die Beweggründe, die Jesus leiteten, und sie sollten auch uns leiten. Ergänzend sei erwähnt, daß wir niemals daran zweifeln, daß Gott uns passend zubereitet und ausgerüstet hat, das zu tun, wozu Er uns gerufen und ausgesandt hat. Als Gott Mose am Horeb erschien und ihn ersuchte nach Ägypten zurückzukehren und die Israeliten aus der Knechtschaft herauszuführen, drückte Mose Zweifel darüber aus, daß sie ihm glauben und ihm folgen würden. Gott antwortete, indem Er fragte: „Was ist das in deiner Hand?” – 2. Mose 4:2

Dies lenkt die Aufmerksamkeit auf die Tatsache, daß Gottes Kraft Seine Diener zu nutzbringendem Gebrauch dessen befähigen wird, was immer der Herr zur Ausführung Seines Willens vorsieht. Gelegenheiten zu nutzen, wie alleinstehende Geschwister zu besuchen, diejenigen anzurufen, die der Ermutigung bedürfen; und Briefe oder eine e-mail der Ermunterung und des Trostes zu schreiben, können einen Segen für den Empfänger bereiten und eine Gelegenheit zum geistigen Wachstum für denjenigen, der einen solchen Dienst vollbringt. Wir müssen immer nach Gelegenheiten Ausschau halten, um gegenüber anderen die gleiche Liebe zu zeigen, die unser Himmlischer Vater uns gegenüber gezeigt hat. Unser geistiges Wachstum als Säule oder lebendiger Stein ist abhängig von dem Liebesdienst, denn „wir wissen,daß wir aus dem Tod in das Leben hinübergegangen sind, weil wir die Brüder lieben.” – 1. Johannes 3:14

Unsere täglichen Erfahrungen werden uns gegeben, damit wir die Hand Gottes erkennen und antworten mögen, indem wir Seinen Rat suchen und danach streben, Seinen Willen in allen Dingen zu tun. Wenn wir aber auf den Herrn warten, so wird Er das für uns anwenden, was nötig ist, denn „was aber hast du, das du nicht empfangen hast?” – 1. Korinther 4:7 Es ist zum Lobe unseres Himmlischen Vaters, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach (seinem) Vorsatz berufen sind.” – Römer 8:28 Daher können wir bei allen Dingen im völligen Glauben zuversichtlich sein, daß Gott nicht zulassen wird, „daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen wird, so daß ihr sie ertragen könnt.” – 1. Korinther 10:13

In dieser Weise werden die Herausgerufenen wie Säulen, wie lebendige Steine geformt, bearbeitet und poliert, damit sie „zusammengefügt werden … zu einem heiligen Tempel im Herrn … denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr.” – Epheser 2:21 und 1. Korinther 3:17 Die wahre Kirche des ewiglebenden Gottes, der Leib Christi, soll somit Säulen vergleichbar auf Jesus, den wahren Eckstein aufgebaut werden. Einem jeden von diesen hat unser verherrlichter Herr nach den Worten unseres Leittextes aus Offenbarung 3:12 verheißen, „und ich werde auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das aus dem Himmel herabkommt von meinem Gott, und meinen neuen Namen”.

Eine neue Stadt und ein neuer Name

Die Eigenschaften, Segnungen und der Zweck dieser „Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem”, werden mit diesen Worten beschrieben: „Herrliche Stadt des Friedens! Deren Wälle Heil, Schutz und Segen bedeuten für alle, die hineingehen, und deren auf Gerechtigkeit gebauter Grund nicht erschüttert werden kann, deren Baumeister und Entwerfer Gott ist! In dem Licht, das von diesem glorreichen Königreich (der Stadt) Gottes ausstrahlt,sollen die Nationen auf dem Hochweg der Heiligung zur Vollkommenheit und zu voller Harmonie mit Gott hinwandeln.” – Schriftstudien, Band 1, Seite 327

Nicht nur der Name des Neuen Jerusalem wird den Überwindern verheißen, sondern auch der Name meines Gottes „mein neuer Name”. Als Paulus an die Philipper schreibt, beschreibt er die Kraft jenes Namens. „Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jeden Namen ist, damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekenne, daß Jesus Christus Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.” – Philipper 2:9 – 11 Jesus, unser verherrlichter Herr, hat diesen neuen Namen schon bekommen, den, wie er in seiner Verheißung gegenüber seinen treuen Fußstapfennachfolgern sagt, er auf jede Säule schreiben wird – auf den, der überwindet. Es war wegen diesem, daß Jesus nach seiner Auferstehung erklären konnte, „Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.” – Matthäus 28:18

Während des gegenwärtigen Evangelium-Zeitalters spricht unser Himmlischer Vater eine Einladung aus, den Fußstapfen Jesu nachzufolgen. Prophetisch über dies sprechend, sagt der Herr durch den Psalmisten, „Versammelt mir meine Frommen, die meinen Bund geschlossen haben beim Opfer.” – Psalm 50:5 Jenen antworten wir hinsichtlich dieser Einladung, daß Jesus verheißt, daß sie, wenn sie treu sind, zu Säulen in dem Tempel Gottes gemacht werden und mit ihm teilnehmen, die verheißenen Segnungen während des Messianischen Zeitalters zur Ehre Gottes für die Menschheit auszuteilen.

Die Säulen und der Tempel sollen so gesehen als eine Erinnerung an Gottes Verheißungen dienen. Während des Messianischen Königreichs Christi und während der Zeitalter auf Zeitalter die kommen, werden sie Gottes Gegenwart und Leitung in der Auswirkung Seines Planes zur Errettung des Menschen bestätigen. Seine Eigenschaften der Liebe, Macht, Weisheit und Gerechtigkeit werden in dem erlösenden Werk Jesu als dem Eckstein oder der Säule, die im Mittelpunkt steht, belegt. Christi Leibesglieder werden die anderen Säulen im Tempel Gottes sein, die „Christi Sinn” treu entwickelt haben. Der Christus, Haupt und Leib, wird zusammen die Wirklichkeit des erfolgreichen Höhepunktes des Planes und der Absichten Gottes bestätigen. Denn symbolisch gesprochen wird die neue Erde von diesen Säulen gestützt – Gottes gerechtem Königreich – und dem krönenden Abschluß Seiner Verheißung, alle Geschlechter der Erde zu segnen.

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