Verlag und Bibelstudien-Vereinigung e. V.

Da wir ein unerschütterliches Reich empfangen

„Deshalb laßt uns, da wir ein unerschütterliches Reich empfangen, dankbar sein,wodurch wir Gott wohlgefällig dienen, mit Scheu und Furcht.”

Wir leben in einer Zeit, von der die Schrift sagt, daß es eine Zeit des Erschütterns ist. Haggai prophezeite: „Noch einmal – wenig (Zeit) ist es (noch) – und ich werde den Himmel und die Erde und das Meer und das Trockene erschüttern. Dann werde ich alle Nationen erschüttern… .” – Haggai 2:6 und 7 Paulus erklärte, als er diese Schriftstelle kommentierte, daß in dieser vorhergesagten Zeit des Erschütterns vieles, das diese gegenwärtige böse Welt ausmacht, erschüttert werden wird – alles was mit Sünde und Selbstsucht verbunden ist. Er spricht auch von jenen Dingen, die „nicht erschüttert werden können”, und versichert uns, daß die „unerschütterlichen” bestehen bleiben werden. – Hebräer 12:26 und 27

Das Messianische Königreich

Die Dinge, die nicht erschüttert werden können, sind diejenigen, die zu dem langverheißenen Königreich des Christus gehören. In unserem Leittext sagt Paulus, daß wir ein Königreich empfangen werden, das „nicht erschüttert werden kann”. Verschiedene Schriftstellen geben zu verstehen, daß das Königreich seinen rechtmäßigen Platz auf der Erde einnimmt. Aufgrund dieser Schriftstellen und der prophetischen Zeichen unserer Tage glauben wir, daß die Aufrichtung des Königreichs in Macht und großer Herrlichkeit zur Segnung aller Geschlechter der Erde mit Frieden und Leben nahe bevorsteht.

In unseres Herrn Gleichnis vom Weizen und Unkraut wird gesagt, daß der Weizen „die Kinder des Königreichs” darstellt, die von Jesus zu Beginn des Evangelium-Zeitalters gesät wurden, und daß das Unkraut „die Kinder des Bösen” darstellt. Uns wird gesagt, daß in der Ernte am Ende des Zeitalters das Unkraut aus dem Feld herausgesammelt wird, was die Beseitigung von allen Dingen bedeutet, die „Ärgernis” erregen, und die „gesetzlos” sind. „Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in dem Reich ihres Vaters.” – Matthäus 13:37 – 43 Wenn wir dieses Gleichnis mit den zuvor zitierten Worten des Apostel Paulus verbinden, ist das Unkraut ein Teil von den Dingen, die erschüttert und weggenommen werden. Der Weizen gehört jedoch zu jenen, die „nicht erschüttert werden können”.

In Psalm 46:1 – 5 haben wir eine andere Prophezeiung über die Zeit, in der wir leben. In dieser Schriftstelle sehen wir das Erschüttern und Wegrücken von „Bergen” und des „tosenden Meeres”. Sogar „die Erde” – die gegenwärtigen sündigen Einrichtungen der Gesellschaft – wird „erschüttert”. Dem wahrhaft geweihten Volk des Herrn wird jedoch versichert, daß Gott für sie sorgt. „Gott ist in ihrer Mitte, sie wird nicht wanken”, ist die ihnen in dieser Prophezeiung gegebene Versicherung.

Während jetzt eine Zeit der Erschütterung ist, in der sich die Auflösung der Grundlagen der Welt des Menschen fortsetzt, befinden wir uns in einem Prozeß der Entwicklung, uns bereit zu machen, ein Königreich zu empfangen, das nicht erschüttert werden kann. Dies ist das langverheißene Königreich des Messias, und wir sind ein sehr begünstigtes Volk, ein solches Königreich zu empfangen, wenn wir gegenüber unserem Weihegelübde treu sind.

Was bedeutet es, bereit zu sein, das Königreich zu „empfangen”? Jesus sagte zu seinen Jüngern und zu uns „Trachtet aber zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit!” – Matthäus 6:33 Petrus ermahnt uns zur Treue, daß uns der „reichliche Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilandes” gewährt wird. – 2. Petrus 1:10 und 11

Der Ausdruck „das Reich unseres Herrn und Heilandes” wird in der Bibel von verschiedenen Standpunkten aus betrachtet. Manchmal weist es auf den Herrschaftsaspekt des Messianischen Königreichs hin. Wir glauben, daß dies bei der Ermahnung durch Jesus zutrifft, zuerst nach dem Königreich zu trachten, und auch bei der Feststellung in unserem Leittext, die besagt, daß wir ein Königreich empfangen, daß nicht erschüttert werden kann. Und dies trifft auch auf die Ermahnung durch Petrus zu, einen reichlichen Eingang in das ewige Reich zu suchen.

Es gibt andere Bezugnahmen auf das Königreich, die sich jedoch auf die Segnungen beziehen, die von seinen Bewohnern – allen Geschlechtern der Erde – empfangen werden. – 1. Mose 28:14 Wir finden eine dieser Bezugnahmen in Jesaja 2:3. Hier wird das Königreich symbolisch als ein großer Berg beschrieben. Die Prophezeiung sagt: „Und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, laßt uns hinaufziehen zum Berg des HERRN, zum Haus des Gottes Jakobs, daß er uns aufgrund seiner Wege belehre und wir auf seinen Pfaden gehen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und das Wort des HERRN von Jerusalem.” Während wir heute die gesegnete Verheißung erkennen, ein Königreich zu empfangen, das nicht erschüttert werden kann, sagt dies nicht „Laßt uns hinaufziehen zum Berg des HERRN.”

Auserwählte Herrscher

Die Herrscher des Königreichs müssen zuerst aus der Menschheit auserwählt und auf die hohe Position vorbereitet werden, die sie in jenem Königreich einnehmen werden. Dieses große Werk ist seit Pfingsten im Gange. Jesus war der erste der geistigen Herrscher, der sich für diese hohe Stellung als geeignet erwies. Er ist der „König der Könige und Herr der Herren”. – Offenbarung 19:16 Diejenigen, die während dieses gegnwärtigen Evangelium-Zeitalters willens sind, mit ihm zu leiden und zu sterben, haben sich als wert erwiesen, auch mit ihm zu leben und zu herrschen. Das Werk des Berufens und Prüfens von diesen besteht noch fort. Sie sind diejenigen, die von diesem Standpunkt aus aufgrund ihrer Treue „ein Königreich empfangen”.

Es müssen aber auch menschliche Repräsentanten der geistigen Herrscher des Königreichs vorhanden sein. Das Werk der Auswahl dieser irdischen Repräsentanten wurde von Gott während der Zeitalter durchgeführt, die Jesu erster Gegenwart vorausgingen. Die Schrift zeigt, daß der erste von diesen, die sich bewähren sollten, Abel war. – Hebräer 11:4 Der letzte von ihnen war wahrscheinlich Johannes der Täufer, von dem Jesus sagte, daß unter den von Frauen Geborenen kein Größerer aufgestanden ist als Johannes der Täufer, jedoch „der Kleinste im Himmel größer ist als er.” – Matthäus 11:11 Dies bedeutet nicht, daß Johannes der Täufer überhaupt nicht im Königreich sein wird. Es besagt einfach, daß er nicht einer der himmlischen oder geistigen Herrscher in jenem Königreich sein wird.

Die menschlichen Repräsentanten des Königreichs, die treue Diener Gottes in den vergangenen Zeitaltern waren, werden als jene beschrieben, die Oberste oder Fürsten auf der ganzen Erde sein werden. – Psalm 45:16 Jesus prophezeite, daß in dem Königreich Menschen aus allen Teilen der Erde kommen und mit diesen Alten Glaubenshelden zusammensitzen würden, um von ihnen belehrt zu werden. – Matthäus 8:11, Lukas 13:28 und 29

Im Hebräerebrief, Kapitel 11, erwähnt Paulus eine Anzahl dieser Männer und Frauen Gottes von damals, und er spricht von ihrer standhaften Treue gegenüber Gott unter zumeist schwierigen Umständen. Er erklärt auch, daß trotz ihres großen Glaubens Gott für uns „etwas Besseres vorgesehen hat, damit sie nicht ohne uns vollendet werden sollten”. – Hebräer 11:39 und 40

Das „Bessere”, das Gott für die die Nachfolger Jesu während des gegenwärtigen Zeitalters vorgesehen hat, ist ihr geistiger Lohn und das Vorrecht mit Christus zu leben und zu herrschen die tausend Jahre. – Römer 2:7, Offenbarung 20:6 Es geschieht aufgrund der Treue gegenüber den Bedingungen dieses „himmlischen Rufes”, daß wir in dem Königreich die Stellung der Herrschaft bekommen. – Hebräer 3:1 Inzwischen erfreuen wir uns des Reichtums der Segnungen, die der Herr verheißen hat durch diese himmlischen und irdischen Herrscher des Königreichs über die Menschheit auszugießen.

Das Messianische Königreich wird in Micha 4:1 und 2 als „der Berg des Hauses des HERRN” gezeigt, welcher als „Haupt der Berge” aufgerichtet werden soll. In dieser Prophezeiung wird auf die beiden Herrscherebenen hingewiesen als „Zion” und als „Jerusalem”. Wir glauben, daß in dieser Prophezeiung die geistige oder himmlische Phase der Herrschaft des Königreichs symbolisch durch Zion dargestellt wird und die irdische Phase durch Jerusalem. Die Weisung des Herrn soll „von Zion ausgehen” – das bedeutet von Jesus und seinen treuen Fußstapfennachfolgern, die verherrlicht und als geistige Herrscher des Königreich auf dem Thron sitzen. Das Wort des Herrn soll „von Jerusalem” ausgehen – der irdischen Herrschaftsphase des Königreichs. Der Ausdruck „das Wort des Herrn” scheint die Interpretation und die Lehre des „Gesetzes” anzudeuten, welches auf das ursprüngliche symbolische Zion zurückgeht und dem Volk durch die Alten Glaubenshelden, Christi irdische Repräsentanten, übermittelt wird.

Die Königreichssegnungen

Unzählige wunderbare Segnungen werden das Volk durch die Anordnung des Messianischen Königreichs erreichen. Michas Prophezeiung spricht in den Versen 2 bis 4 von dem Erlernen der Wege Gottes die „Schwerter in Pflugscharen” umzuschmieden und versichert uns, „und niemand wird sie aufschrecken”. Dort wird Sicherheit für alle sein – symbolisch dadurch dargestellt, daß ein jeder „unter seinem Weinstock und seinem Feigenbaum” wohnen wird. Es ist wahr, daß die Segnungen des Königreichs für alle, die treu sind, reichlich vorhanden sein werden.

In Jesaja 25:6 – 9 wird das Königreich wiederum symbolisch als ein „Berg” beschrieben. Hier werden wir darüber informiert, daß der Herr auf diesem Berg für alle Völker – die in diesem Königreich sind – „ein Mahl von fetten Speisen bereiten wird, ein Mahl von alten Weinen, von markigen fetten Speisen, geläuterten alten Weinen”. Uns wird auch versichert, daß der Herr auf diesem symbolischen Berg „den Tod auf ewig verschlingen und die Tränen von jedem Gesicht abwischen wird”.

Dies geschieht unter den Segnungen, die für diejenigen bestimmt sind, die Bürger dieses Königreichs werden. Diese Segnungen für die Menschheit sind hier heute, im Jahr 2015, nicht verfügbar. Vielmehr müssen die Menschen noch warten, bis das letzte Glied der Herrschaftsphase des Königreichs seinen Lauf in Treue vollendet hat „bis in den Tod”. Von diesem Standpunkt aus gesehen befinden wir uns jetzt in Vorbereitung zum Empfang des Königreichs. Der Plan Gottes kann nicht fehlgehen. Alle menschlichen Pläne und Werke gehen fehl und werden durch die Winde selbstsüchtiger Konflikte erschüttert. Das Königreich, das wir empfangen, kann nicht erschüttert werden, denn Gott befindet sich inmitten derjenigen, die diese Königreichsklasse bilden, und Er ist mächtiger als alle Feinde, welche gegen sie auch aufmarschieren mögen.

Wie wird dies erlangt

Die Methode, durch die wir „ein unerschütterliches Königreich” erlangen, wird in unserem Leittext von dem Apostel Paulus gezeigt, der hier feststellt: „Deshalb laßt uns, da wir ein unerschütterliches Reich empfangen, dankbar sein, wodurch wir Gott wohlgefällig dienen mit Scheu und Furcht.” Aus dieser Feststellung können wir entnehmen, daß der Herr sich freut, uns diese hohe Stellung im Königreich zu geben – aber nicht ohne Bedingungen. Es werden für uns verschiedene Bedingungen gestellt, die für die Erlangung dieser wunderbaren Gabe ausschlaggebend sind und erfüllt werden müssen, bevor wir das Königreich bekommen können. Dies ist nur eine andere Art und Weise zu sagen, daß wir „unsere Berufung und Erwählung fest machen müssen”. – 2. Petrus 1:10

Der Prozeß, das Königreich zu erlangen, ruft zur Treue gegenüber dem göttlichen Willen auf, den uns Gott im Einzelnen Tag für Tag offenbart. Wir können nicht wissen, welche Trübsale und Prüfungen vor uns liegen. Wir wissen jedoch, wenn wir festhalten und uns auf die Gnade Gottes verlassen und uns völlig darin unterwerfen, Seinen Willen zu tun, so werden wir uns in einer Stellung befinden, das Königreich zu erlangen, welches bald alle irdischen Mißstände beseitigen wird.

Wir wissen, daß der Herr fortwährend in uns und durch uns wirken will, Sein Wohlgefallen zu tun. Wir wissen nicht, wie schnell Satans Welt von dem gegenwärtigen „Erschüttern” ausgehend sich fortsetzend verschlimmern wird. Wir haben jedoch die Verheißung, „daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach (Seinem) Vorsatz berufen sind”. – Römer 8:28 So können wir im Vertrauen voranschreiten, wissend, daß es nicht wichtig ist, daß die Welt unsere Wahl belächeln mag, denn wir haben den Ruf zur Herrlichkeit, Ehre und Unsterblichkeit angenommen und eine Stellung in dem Königreich der göttlichen Verheißung, das bald aufgerichtet sein wird zur Segnung aller Geschlechter der Erde.

Um das Königreich, das unerschütterlich ist, zu erlangen, müssen wir den Bedingungen unseres Rufes entsprechen. Eine dieser Bedingungen ist es, daß wir uns selbst verleugnen, unser Kreuz aufnehmen und dem Meister nachfolgen. – Matthäus 16:24 Selbstverleugnung bedeutet, daß wir frei von unserm Ich und mit dem Heiligen Geist der Liebe erfüllt sind. Das Einhalten dieser Bedingungen bringt uns sogleich in eine Stellung, die sich im Gegensatz zur Welt befindet. Sie bedeutet, daß alles, was wir tun, wir nicht für uns selbst tun, sondern für den Herrn, für sein Volk und für Seine Angelegenheiten. Vom menschlichen Standpunkt gesehen mag der Wunsch bestehen, bei einigen weltlichen Auseinandersetzungen Stellung zu beziehen, aber die Bedingungen, unter denen wir das Königreich erlangen, und die unveränderlich sind, erlauben uns dies nicht. Wir werden weiterhin in dieser Welt leben, doch nicht nach ihrem Geist. – Johannes 17:11 – 16, 1. Korinther 2:12

Vom Ich befreit und mit dem Geist des Herrn erfüllt zu sein, bedeutet, daß die Früchte des Geistes – Liebe, Friede, Freude, Freundlichkeit usw. ihnen in unseren täglichen Handlungen dadurch offenbar werden, wie wir einer mit dem anderen als Geschwister handeln und mit der Welt. Wenn wir uns selbst verleugnet haben, werden wir nicht unsere eigenen Wünsche haben, sondern froh sein, fortwährend diese Dinge zu opfern, die uns von Rechts wegen zustehen mögen, damit andere gesegnet werden können.

Dies wird in einer selbstsüchtigen sündigen Welt nicht leicht sein, aber es ist einer der Wege, auf dem wir ein Königreich bekommen, das nicht erschüttert werden kann.

Unser Leben niederlegen

Eine der Bedingungen das Königreich zu erlangen, wurde von Jesus erklärt, indem er sagte, daß wir einander lieben sollten, wie er uns geliebt hat. – Johannes 13:34 und 15:12 Später erklärte Johannes, was dies bedeutet – daß es zum Niederlegen unseres Lebens für die Brüder aufruft. – 1.Johannes 3:16 Viele Menschen in der Welt mögen aus diesem oder jenem Grund ihr Leben niederlegen. Heute geschieht dies fortwährend auf den „Schlachtfeldern” in einem oder mehreren der internationalen Konflikte, die in verschiedenen Teilen der Erde vorherrschen – in der Ukraine, im Gazastreifen, im Irak, in Syrien und anderen Kriegen, die in verschiedenen Ländern stattfinden.

Die Welt wird fortfahren ihre Ziele zu verfolgen, und viele werden in guter Absicht ihr Leben im Dienst einsetzen, von dem sie glauben, daß er richtig ist. Wir sind jedoch an dem größten aller Ziele beteiligt. Es sind die Mittel, durch die Gott verheißen hat eine machtvolle Herrschaft auf der Erde zu errichten, um Segnungen für die Volk vorzusehen, das unfähig ist, diese für sich selbst zu beschaffen. Es ist dies eine Stellung der Herrschaft in diesem Königreich, die wir erlangen werden, wenn wir treu sind und unser alles in der Weise opfern, wie es von unserem Himmlischen Vater vorgesehen ist.

So sollen wir darin fortfahren, unser Leben für die Brüder niederzulegen, da dies eines der Mittel ist, durch die die Gnade Gottes zu unserem Gunsten wirkt. Unsere Geschwister legen ebenso ihr Leben für uns nieder. Wir wollen in diesem gemeinsamen Werk treu sein, durch das alle wahren Nachfolger des Königreichs auf ihre Stellung im Königreich vorbereitet werden.

Wir legen unser Leben auch für die ganze Menschheit nieder. Paulus weist hierauf als eine Taufe für die Toten hin. – 1. Korinther 15:29 Diese Feststellung kann nicht buchstäblich verstanden werden, sondern ist symbolisch zu verstehen. Es ist unser Vorrecht, Mitopferer mit Jesus zu sein, der sein Leben niederlegte, um die Menschheit von Sünde und Tod zu erlösen. Die Erlösung der Welt ist in unserem Opfer jedoch nicht inbegriffen. Dennoch, wenn wir unsere Bereitschaft unter Beweis stellen, zu Jesu Opfertod umgestaltet zu werden, werden wir an der Segnung der Menschheit mit Frieden, Gesundheit und Leben teilhaben. Es geschieht auf diese Weise, daß die Wohltaten des Opfers Christi, einschließlich der Opfer seiner Leibesglieder, die Welt durch jene erreichen werden, die jetzt ein Königreich bekommen, das nicht erschüttert werden kann.

Dies bedeutet, daß wir für ein Ideal sterben, die Messianische Angelegenheit, die Sache unseres großen Schöpfers, die nicht fehlschlagen kann. Millionen von Menschen werden in den kommenden Jahren Enttäuschungen erfahren, bevor das Königreich Christi aufgerichtet ist. Ihre Pläne und Anstrengungen werden vor ihnen erschüttert werden und fehlschlagen. Wo sie vielleicht hoffen, Licht zu finden, werden sie straucheln und in weitere Fisternis fallen. Es wird jedoch anders bei denen sein, die ein Königreich empfangen, das nicht erschüttert werden kann. Wir werden erkennen, daß jeder Beweis des Fehlschlags des Menschen nur eine zusätzliche Versicherung ist, daß das Königreich des Herrn nahe ist, und so wollen wir unsere Häupter erheben und uns freuen. – Lukas 21:28

Wir werden uns nicht freuen, weil die Welt leidet, sondern vielmehr über die hinzugefügte Versicherung, daß alles Leiden bald zu einem Ende geführt wird durch die Mitarbeiter des Königreichs, das wir empfangen. Ungeachtet was die nahe Zukunft für die Welt bereithält, wissen wir, daß es für uns die Segnungen des Himmlischen Vaters bedeutet – jene Segnungen, welche reich machen, und denen kein Leid zugefügt wird. – Sprüche 10:22 So können wir im Vertrauen nach vorne schauen, weil wir durch Gottes Gnade an der Erfüllung der Bedingungen mitarbeiten, durch welche wir die Hoffnung haben dürfen, einen Anteil an der Königreichsherrschaft zu erlangen.

Das Verkünden dieser Hoffnung

Es scheint, daß in der Welt noch verschiedene Entwicklungen stattfinden müssen, bevor das Königreich Christi sich für die Segnungen des Volkes bekundet. Wir können jedoch, so wie wir die Gelegenheit haben, dem Volk erklären, daß wir in den letzten Tagen der Herrschaft von Sünde und Tod leben, und daß das Königreich nahe ist, ja, daß „es nahe an der Tür ist”. – Matthäus 24:33 In der Tat ist das Zeugnisgeben des Evangeliums vom Königreich Gottes einer der Wege, auf dem wir die Möglichkeit haben, uns als würdig zu erweisen, das Königreich zu bekommen, das nicht erschüttert werden kann. Paulus drückt aus, wie wichtig dies ist, wenn er sagt: „Denn wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht verkündigte!” – 1. Korinther 9:16

Der Ausblick auf das Königreich ist für das geweihte Volk Gottes vielversprechend. Wir sehen und haben auch viele Trübsale, die in der Welt sind. Doch mit den Augen des Glaubens sehen wir durch und hinter diese chaotischen Zustände, die zur Aufrichtung des Königreichs führen, in welchem uns die Miterbschaft mit Christus verheißen ist. Die Hoffnung mit Jesus an der Herrschaft seines Königreichs teilzuhaben, ist eine Freude, die uns bevorsteht, und die uns ermutigt, die leichten Trübsale der Gegenwart zu ertragen, wissend, daß ein ewiges Gewicht von Freude und Herrlichkeit folgen wird. – 2. Korinther 4:17 und 18, 1. Petrus 1:3 – 5

Wir wollen uns daran erinnern, daß es für uns, die wir diese Stellung im Königreich zu bekommen hoffen, täglich notwendig ist, die Bedingungen unseres Opferbundes mit Gott zu erfüllen. Wir können uns darüber freuen, daß denen, die treu sind, die Gnade des Herrn verheißen ist. Durch diese Gnade können wir fortfahren, Ihm treu zu dienen mit „Ehrfurcht und Gottesdienst”, bis wir die langersehnten Worte hören werden: „Recht so, du guter und treuer Knecht! Über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen; geh hinein in die Freude deines Herrn.” – Matthäus 25:21 und 23

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